Monatsbericht März 2019

Obwohl unser Projekt House of Hope in Dakar bereits am 1. September 2018 startete, zogen sich die logistisch-administrativen Vorbereitungen bis Januar 2019 hin. Am 21. Januar begann dann schließlich das erste 4-wöchige Training zur Qualifizierung einheimischer Studenten in der NET-Traumabehandlungsmethode. Wir hatten rund 40 Anwärter*innen, von denen wir jedoch nur 15 als Teilnehmer*innen aufnehmen konnten. Die Maßnahme fand mit einer kleinen Zertifizierungsfeier am 15. Februar 2019 ihren erfolgreichen Abschluss. Seither arbeiten die Student*innen unter Supervision mit Rückkehrer*innen. Sie alle sind hochmotiviert bei der Sache, das allgemeine Feedback ist sehr positiv. In der 2. Runde werden aus der Gruppe der Student*innen  ausgewählte Mastercouncellor ihrerseits weitere Sudent*innen ausbilden.

Rückkehrer*innen, bei denen innerhalb von zwei Einzelgesprächen eine PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) diagnostiziert werden kann, erhalten eine ambulante NET-Therapie, die von den Student*innen unter Supervision durchgeführt wird. Abgesehen von Aufnahme in unser Programm, vermitteln wir die Klient*innen auch an hiesige Unterstützungsstrukturen und Beratungsstellen.

Aufgrund des andauernden Registrationsprozesses als anerkannte NGO in Senegal, ist es uns noch nicht möglich, Personen fest anzustellen. Aufgrunddessen beschäftigen wir derzeit eine Reihe von IT-Expert*innen, Büromitarbeiter*innen und Hausangestellte sozusagen auf Honorarbasis.

Öffentlichkeitsarbeit
bereits im Dezember 2018 haben wir anläßlich des Tags der Menschenrechte (10.12.) mit einem Redebeitrag an einer Veranstaltung unseres lokalen Partners, der Menschenrechtsorganisation RADDHO, für Multiplikationseffekte teilgenommen. Darüber hinaus waren wir zu einer ganztägigen Konferenz in Dakar präsent, zu der alle Organisationen, die sich mit Migration und Rückkehrer*innen befassen, geladen. Organisiert wurde die Veranstaltung von ANPEJ (Agence Nationale pour la Promotion de l’Emploi des Jeunes).
Wir haben uns mit einer Rückkehrer*innen-NGO in Thiaroye sur Mere in Verbindung gesetzt, die insgesamt 350 Mitglieder umfasst. Auch die Caritas in Dakar zählt zu unseren Anlaufstellen. Seit dem ersten Besuch vor Ort besteht ein einger Kontakt mit den Mitarbeiter*innen, die sich teilweise als NET-Studenten*innen für die 2. Runde der Trainings bewerben. Aus der NGO werden zudem Klient*innen rekrutiert.

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