Neue Kooperationen

CAPREC (Centre Africain pour la Prévention et Resolution des Conflits) in Thies

Unsere Kontakte zum Traumabehandlungszentrum CAPREC in Thies bestehen seit 2008. Ursprünglich planten wir, die NGO zusammen mit RADDHO als zweiten lokalen Partner im Projekt aufzunehmen. Während der Vorbereitungen überlegten wir sogar, das House of Hope in Thies anzusiedeln. Eine Verkettung unglücklicher Umstände verhinderte damals unsere Zusammenarbeit.

CAPREC wurde vom ehemaligen Justiz-, jetzigen Verteidigungsminister Senegals im Jahr 2001 gegründet; die NGO erhält UN-Gelder und andere internationale Mittel. Sie arbeiten mit Folteropfern und IDPs; traumatisierte Flüchtlinge, die von RADDHO und anderen Organisationen rechtlich betreut sind, werden seit vielen Jahren zu CAPREC geschickt. Auf internationalen Plattformen wird CAPREC als einer der wenigen solcher Behandlungszentren in Afrika genannt. Eine ihrer Methoden deckt sich exakt mit NET.

Ihr früherer leitender Therapeut, Dr. Djakhate, ist inzwischen UN-Berater für Folteropfer.

Im November 2019 nahmen wir über RADDHO eine Verbindung mit CAPREC auf und statteten ihnen bald darauf einen Besuch ab.

Ende Februar unterzeichneten wir die Vereinbarung für eine konkrete Kooperation. Zwei unserer Counsellor werden ein- bis zweimal pro Woche nach Thies fahren.

CAPREC hat durch seine langjährige Arbeit in Thies viele Verbindungen in den Communities aufgebaut; in jeder Region in und um Thies herum sind CAPREC-Vermittlungspersonen unterwegs, die in Kontakt zur lokalen Bevölkerung stehen. Ad hoc können sie uns darum zehn Rückkehrer*innen zur Diagnostik weiterleiten, sowie sechzig Flüchtlinge aus ihrem eigenen Kontingent. Unsere Counsellor werden in den nächsten Wochen die Diagnostik durchführen und im Fall von PTBS Therapien beginnen.

Ihre engen Netzwerke innerhalb der Bevölkerung in Thies werden uns jetzt auch die Türen für NetFacts öffnen. Dieser spezielle NET-Teil nimmt die Familie und das Umfeld des Patienten mit in den Fokus, um Brücken zu bilden und so mehr Verständnis und Akzeptanz zu erwirken. Insbesondere bei Rückkehrer*innen ist dies von elementarer Bedeutung.

Falls das Projekt über August hinaus verlängert werden darf, würden wir mit CAPREC einen Untervertrag schließen.

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