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fka – Freundeskreis Asyl Karlsruhe e. V.

Der Freundeskreis Asyl e. V. (fka) ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein, der sich seit 1987 für die Rechte von Asylsuchenden und Zuwanderern einsetzt. Der Hauptsitz des fka befindet sich im Menschenrechtszentrum in Karlsruhe. Weitere Büros befinden sich in der Marienstraße in der Karlsruher Südstadt sowie im Stadtkern von Germersheim.

Nachdem der fka seine Expertise in über 30 Jahren Beratung/Betreuung für Geflüchtete aus den Erstaufnahmeeinrichtungen und im Menschenrechtszentrum Karlsruhe (Immigranten in allen Aufenthaltsstadien)  gewonnen hat, wendet er sich zunehmend der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration von Geflüchteten und Migranten zu. Es geht um die Zeit nach dem Ankommen mit dem expliziten Ziel des Empowerments, v. a. von geflüchteten und zugewanderten Frauen. Ganzheitliche Begleitung unter Einbeziehung von langjährigen Mitarbeiter*innen des Freundeskreis Asyl, die selbst einen Migrationshintergrund haben, ein großer Pool an Kultur- und Sprachmittler*innen, kostenlose Rechtsberatung, interkulturelle Traumabehandlung sowie ein weites Netzwerk im Flüchtlingsbereich sind Kennzeichen seiner Arbeit.

Zu dem vielfältigen Projektportfolio zählen:

  • Verfahrens- und Sozialberatung (VSB) im Menschenrechtszentrum in Karlsruhe, der Landeserstaufnahme Durlacher Allee Karlsruhe und in Mannheim. Zudem entsteht gerade eine mobile und aufsuchende Beratungsstruktur in der Südpfalz in Anknüpfung an seine Niederlassung in Germersheim.
  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)
  • kompetente Rechtsberatung
  • durch das BAMF koordinierte Erstorientierungskurse (EOKs), an diversen Standorten (Karlsruhe Stadt und Landkreis, Mannheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Baden, Rastatt, Main-Tauber-Kreis, …). In den Kursen werden Basiskenntnisse in der deutschen Sprache und Landeskunde vermittelt.
  • Traumaarbeit – das atman Institut für seelische Gesundheit und Migration bietet traumatisierten Migrant*innen einen vereinfachten Zugang zu therapeutischer Beratung und anderen Unterstützungsformen; das House of Hope in Dakar/Senegal (s. u.)
  • eine Nähwerkstatt sowie eine Teestube
  • Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“
  • u.a.

Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten ist der fka auch bei verschiedenen regionalen Veranstaltungen präsent, unter anderem bei den Karlsruher Wochen gegen Rassismus, der Karlsruher Fairen Woche, bei „MONDO – ein Fest für alle“ oder bei der bundesweiten Aktion des BDKJ „72Stunden“.

https://fka-ka.de/

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Narrative Exposure Therapy (NET)

Narrative Exposure Therapy (NET) is a treatment for trauma-spectrum disorders in survivors of multiple and complex trauma. NET builds on the theory of the dual representation of traumatic memories (Elbert & Schauer, 2002). It is thought to contextualize the particular associative elements of the fear network, the sensory, affective and cognitive memories of trauma to understand and process the memory of a traumatic event in the course of the particular life of a client. Therefore, in NET, the patient, with the assistance of the therapist, constructs a chronological narrative of his life story with a focus on the traumatic experiences. Fragmented reports of the traumatic experiences will be transformed into a coherent narrative. Empathic understanding, active listening, congruency and unconditional positive regard are key components of the therapist’s behavior. For traumatic stress experiences the therapist asks in detail for emotions, cognitions, sensory information, physiological responses and probes for respective observations. The patient is encouraged to relive these emotions while narrating without losing their connection to the “here and now”: using permanent reminders that the feelings and physiological responses result from memories, the therapist links the experiences to episodic facts, i.e., time and place. In this way reprocessing, meaning-making and integration is facilitated. At the end of treatment the recorded autobiography may be used for human rights advocacy.

(aus: Narrative Exposure Therapy (NET): Information Handout, Summary)

Schauer, M., Neuner, F., Elbert T. (2011). Narrative Exposure Therapy: A short Term Treatment For Traumatic Stress Disorders (2nd edition). Cambridge, MA: Hogrefe Publishing

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Das Programm „Perspektive Heimat“ (BMZ)

Die Bundesregierung hat im Jahr 2017 unter dem Titel „Perspektive Heimat“ ein großes Rückkehrer-Programm eingerichtet.

Die Basis hierfür bilden Beratungszentren, in denen Rückkehrer*innen neben kostenlosen Berufsberatungen und fachlicher Unterstützung (Start-Up-Qualifikationen) auch Gelder für kleine Unternehmensgründungen mit dem Ziel einer gelingenden Re-Integration zur Verfügung gestellt werden. Auch Informationen über die Risiken einer illegalen/irregulären Migration („Schlepperbanden“, etc.) wird dort aufgeklärt.

Auf diese Weise erhofft sich die Bundesregierung

  • Bleibe- und Zukunftsperspektiven in den Partnerländern zu schaffen (Beschäftigungsmöglichkeiten)
  • aus Rückkehr nachhaltige Reintegration zu machen (Jobangebote, Unterstützung beim Wiedereinstieg, Vorabinformation/-aufklärung in Deutschland)
  • illegale/irreguläre Migration zu mindern

vgl. hierzu:

Das BMZ-Programm „Perspektive Heimat“ (Website)

Perspektive Heimat – Ein Programm für Bleibeperspektiven, Rückkehr und Reintegration (PDF)

Perspektive Heimat – Ein Programm schafft Zukunftschancen in den Herkunftsländern von Migrantinnen und Migranten (PDF)

Individuelle Fördermaßnahmen und berufliche Perspektiven in der Heimat (Website GIZ)

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Das Programm „Migration für Entwicklung“ (GIZ)

Das Programm „Migration für Entwicklung“ ist ein Teil des Bundesprogramms „Perspektive Heimat“, mit dem Ziel, zum einen die Perspektiven von Rückkehrer*innen im eigenen Herkunftsland zu verbessern und zum anderen die lokale Bevölkerung für Themen der sozialen Teilhabe sowie die Probleme des Exils zu sensibilisieren.

Projektkurzbeschreibung – Programm „Migration für Entwicklung“ (PME)

Projektdaten – Migration für Entwicklung II

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unsere Kooperationspartner

  • die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist die Trägerin unseres Projektes „House of Hope“ als Teil des PME
  • die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Konstanz (AWWK), die ihre Trainer*innen und Therapeut*innen nach Senegal entsendet
  • das Kompetenzzentrum Psychotraumatologie der Universität Konstanz (Website), mit dem der fka seit Jahren einen engen Kontakt pflegt (v. a. Thomas Elbert)
  • die international agierende, innerafrikanisch gut vernetzte Human-Rights NGO RADDHO – Rencontre Africaine pour La Défense des Droits de l’Homme
  • das Traumabehandlungszentrum CAPRECCentre Africain pour la Prévention et Resolution des Conflits in Thies
  • das Jugendgefängnis Forbes in Dakar